„Hallo ChatGPT, schreibe mir einen Blogbeitrag. Es geht um Prompt Engineering als PR-Agentur.“
Wer häufiger mit Large-Language-Modellen wie ChatGPT und Co. arbeitet, weiß: Mit so einem Prompt kommt man leider nicht weit. Anstatt eines erhofften druckfertigen Textes, spuckt uns die KI stattdessen ein 12-seitiges Pamphlet mit generischen Erklärungen und oberflächlichem Fokus aus. Kein Wunder, denn auch hier gilt: Sh*t in, Sh*t out. Oder anders gesagt: Je besser der Prompt, desto besser das Ergebnis!
Künstliche Intelligenz hat längst Einzug in die PR-Welt gehalten – und auch bei MIRcom ist sie aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Ob Social-Media-Posts, OTS-Meldungen, SEO-Optimierungen oder die Zusammenfassung von Meetings: KI-gestützte Tools unterstützen uns täglich in unterschiedlichsten Projekten und Prozessen. Ganz oben mit dabei natürlich ChatGPT, da die Texterstellung für unsere Projekte eine wichtige Rolle spielt. Aber auch für andere Fragen und Aufgaben kann sie hilfreich sein. „ChatGPT ist wie eine persönliche Assistentin im Dauer-Deep-Dive-Modus – immer bereit, sofort loszulegen. Darauf möchte ich nicht mehr verzichten.“, findet Charlie. Doch wie können wir die „Manpower“ von ChatGPT und Co. bündeln und das Tool möglichst effizient nutzen? Die Antwort liegt im Prompt-Engineering.
„Don’t ask what ChatGPT can do for you. Ask what you can do for ChatGPT.“
Vorweg: Den perfekten Prompt gibt es nicht. Da müssen wir euch leider enttäuschen. Ein perfekter Prompt ist im PR-Alltag aber auch weder erstrebenswert (er kostet viel zu viel Zeit) noch notwendig. Denn auch mit überschaubarem Aufwand lassen sich sehr gute Ergebnisse erzielen! Wir zeigen euch, was in einen guten Prompt gehört:
Was genau soll die KI für euch tun? Beginnt idealerweise mit einem aktiven Verb und promptet nicht zu viele Aufgaben auf einmal („Analysiere …, danach schreibe …“). Gehe stattdessen lieber iterativ, also Schritt für Schritt, vor.
Prompt 1: „Schreibe eine zielgruppengerechte Caption für einen Carousel-Beitrag auf Instagram.“
Prompt 2: „Nenne mir nun weitere Themen, die sich mit diesem Beitrag verbinden lassen.“
Wer seid ihr und wer ist die Zielgruppe? Die KI benötigt Kontext von euch und sollte etwas über den Hintergrund und das übergeordnete Ziel der Aufgabe erfahren.
„Ich bin PR-Beraterin und betreue einen Instagram-Kanal mit über 3.000 Followern. Aktuell schreibe ich Captions für den Redaktionsplan. Ziel des Kanals ist es, XY. In dem entsprechenden Beitrag geht es um XY. Die Zielgruppe sind XY.“
Durch ein Beispiel gebt ihr der KI mehr Orientierung und verbessert den Output enorm! Gebt daher am besten immer auch eine Beispielformulierung oder ein Best-Practice als Referenz an.
„Schreibe die Caption im Stil des folgenden Textes: >>Es ist wieder Zeit für unser PR-ABC. Heute: F wie Forecast 🚀📈 In der Agenturwelt bedeutet ein Forecast mehr als nur…<<“
Fragt euch, wen ihr jetzt gerne an eurer Seite hättet. Vielleicht eine Redakteurin? Oder eine Medizinerin? Gebt der KI eine Persona und bittet sie, „im Stil von…“ zu schreiben. Kleine Maßnahme, großer Effekt!
„Du bist eine Social Media Expertin mit kreativer Schreibe, jahrelanger Erfahrung in der PR-Branche und exzellentem Zielgruppenverständnis.“
ine Instagram-Caption mit 10.000 Zeichen? Eine Themenskizze als ellenlanger Fließtext? Sowas könnt ihr in der Regel nicht gebrauchen. Deshalb macht es Sinn, der KI auch Infos zu Umfang, Format und Aufbereitung zu geben.
„Die Caption sollte ca. 500 Zeichen umfassen und die wichtigsten Learnings in Bulletpoints darstellen. Binde passende Emojis in angemessenem Umfang ein.“
„Liebe Followerschaft, wir möchten euch heute höflichst mitteilen, dass …“ – Nicht wirklich passend für einen Post auf Instagram, oder? Damit die KI den richtigen Ton trifft, könnt ihr Adjektive nutzen (freundlich, humorvoll, …).
„Schreibe die Caption stilistisch mit einer Mischung aus einem Augenzwinkern und Professionalität.“
Was haben ChatGPT und das Microsoft-Office-365-Paket gemeinsam? Sie gehören mittlerweile zur absoluten Grundausstattung im Berufsleben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch KI-Tools sparen wir Zeit und gewinnen Kapazitäten für komplexe Aufgaben (z. B. Strategien, Konzepte). Doch wie gelingt ein verantwortungsvoller Umgang? Und was bedeutet das alles für unseren Beruf? Fest steht: KI kann und sollte unsere Expertise niemals ersetzen. Eine naive Sichtweise? Das sehen wir anders. Erfahre hier mehr über unser KI-Leitmotiv!
So, genug geplaudert und jetzt ran an die Tasten. Wir wünschen Happy Prompting!